Über den Stil

Da viele der klassischen Stile sich zu einem reinen Wettkampfsport zu entwickeln drohen, gründeten wir diese sehr an hergebrachten Traditionen orienteirte Schule, um den Fokus auf die überlieferte, nicht regelgebundene Kampftechnik und die meditative Erfahrung zu setzen. Natürlich finden auch moderne Methoden und Techniken ihren Weg ins Training. Dabei liegt der Blickwinkel aber immer auf die Verwertbarkeit für den Übenden aus Sicht dieses Fokus.

Kampfkunst bedeutet für uns immer den Horizont offen zu halten, ohne das zu vergessen, woher wir kommen.

Ein gutes Beispiel für diese Versportlichung ist die Kata (ein festgelegter Bewegungsablauf, der einen Kampf gegen mehrere Gegner darstellt). In vielen der Kata kommen Würfe und Hebeltechniken vor, allerdings werden diese sehr selten im Trainingsprogramm oder gar in der Prüfungsordnung berücksichtigt. Aus Gründen der Wettkampftauglichkeit werden ebenso selten gefährliche Techniken, wie Handkantenschläge oder der Ellenbogeneinsatz trainiert.

Als Fachverbandsfreies System ist das Hyoshi Ryu Karate Do in der Lage, sich frei zu entfalten, ohne sich irgendwelchen Zwängen unterwerfen zu müssen. Wir sind lediglich Mitglied im DSB, LSB und dem Stadtsportbund. Die Teilnahme an verbandsoffenen Turnieren ist natürlich für jeden möglich, um niemandem diese sportliche Erfahrung zu nehmen. Eine Pflicht sind sie natürlich nicht und das allgemeine Training orientiert sich nicht an Turnien oder deren Regeln.

So beinhaltet unser System verschiedene und auch in der freien Anwendung effektive Würfe, eine Vielzahl von Hebel und Haltegriffen, sowie Schlag- und Tritttechniken für alle Entfernungsbereiche. Wir wollen ein modernes und effektives Kampfkunstsystem schaffen, welches den Körper und den eigenen Willen schult, die Gesundheit fördert und den Ausübenden ein Mehr an Lebensfreude vermittelt und sich doch an den tradierten Methoden orientiert. Aus diesem Grund arbeiten wir auch offen mit anderen Stilen zusammen um voneinander zu lernen und die Verbundenheit der gesamten Budo- und Kampfkunstfamilie  zu erleben.

Viele der traditionellen Trainingsmethoden wie z.B. Makiwara-, Stand-, und Abhärtungstraining werden heutzutage zugunsten eines wettkampfspezifischen Trainings vernachlässigt. Im Hyoshi Ryu wird auch duch diese Methoden hingegen der Gruppensinn, das Verständnis für den Trainingspartner und ein starkes Verantwortungsgefühl geweckt.

Nur wer sich ernsthaft bemüht um seine Techniken und bestrebt ist, geduldig und stetig an sich zu feilen, wird irgendwann die Ganzheit der Dinge erkennen. Es freut uns,  auf diesem mühsamen aber durchaus lohnenswerten Weg zusammen gehen zu dürfen.

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